Hazrat Inayat Khan und Muhyiddin Ibn al-'Arabi:
Ein Gespräch
- zusammengestellt aus Zitaten - (6)

Hazrat Inayat Khan:
Ich suchte und konnte Dich nicht finden;
ich rief vom Minarette laut nach Dir;
ich läutete beim Steigen und Sinken der Sonne die Tempelglocke;
ich tauchte vergeblich in des Ganges heiligen Strom;
ich kam enttäuscht von der Kaaba zurück;
ich sah mich auf Erden nach Dir um;
ich suchte nach Dir im Himmel, mein Geliebter -
doch endlich habe ich Dich gefunden
als verborgene Perle in der Muschel meines Herzens. (7)
Ibn al-'Arabi:
O Wunder!
ein Garten inmitten von Feuern!
Mein Herz ist empfänglich
geworden für jede Form;
es ist eine Weide für Gazellen
und ein Kloster für Mönche,
ein Tempel für Idole
und die Kaaba des Pilgers,
die Tafeln der Tora
und ein Exemplar des Koran.
Der Religion der Liebe
bin ich ergeben;
wohin immer die Kamele
der Liebe mich tragen,
dort ist meine Religion
und mein Glaube. (8)

Hazrat Inayat Khan:
Dies ist die wahre Religion, es gab sie in der Vergangenheit, und sie wird auch die Religion der Zukunft sein. Jede Religion bisher, ob sie von Christus oder einem anderen grossen Wesen verkündet worden ist, ist den Menschen gegeben worden, damit in ihnen jenes Bewusstsein erweckt wird, das immer dann entsteht, wenn diese Religion zum Leben erwacht. Es ist dann nicht mehr wichtig, an welchem Ort wir unser Gebet sprechen, weil jeder Augenblick unseres Lebens zur Religion geworden ist, einer Religion, an die man nicht glaubt, sondern die man lebt. (9)

Ibn al-'Arabi:
[Im Qur'an heisst es:] Und Wir schickten keinen Gesandten vor dir, dem Wir nicht offenbart haben: "Es gibt keinen Gott ausser Mir; darum dient Mir.“ (10)In diesem Vers erwähnt Gott "Gottesdienst" ('ibâda), aber keine spezifischen Übungen (a 'mâl), und Er sagte auch: Einem jeden von euch haben Wir ein Gesetz und einen Weg gegeben (11), d.h. "Wir haben euch bestimmte Übungen gegeben." Die Zeit der Anwendbarkeit der Übungen kann ein Ende haben; die gelehrten Meister der Shari'a nennen das Abrogation. Es gibt nicht eine einzige Übung, die man in der Lehre jedes Propheten findet, nur die Ausübung der Religion, das Zusammenkommen darin und die Bekräftigung der Einheit Gottes. (12)
Wenn wir erkennen, dass Gott keinen Gesandten schickte ausser mit der Sprache seines Volkes(13), erkennen wir, dass Er sich uns nie bekannt macht ausser in Übereinstimmung mit unserer Situation. (14)

Hazrat Inayat Khan:
Deshalb war es natürlich, dass die Botschafter der Wahrheit ihre Botschaft in der Sprache des Landes brachten, in dem sie geboren wurden, und im Stil, der dieser Zeit entsprach. Denn jeder von ihnen wurde an seinem Ort gebraucht und war seiner Zeit angepasst, und der Unterschied zwischen ihnen bestand nur in den Regeln und Ritualen, die den Menschen dieser Zeit gegeben wurden und mit ihrem Intelligenzgrad und ihrer Entwicklungsstufe im Einklang waren; so wie ein Arzt seine Verschreibung je nach dem Zustand des Patienten ändern muss. (15)

Ibn al-'Arabi:
Wenn der göttliche Arzt kommt - er ist der Prophet oder sein Erbe, oder der Weise -, sieht er, was die Entwicklung der Seele erfordert. (16) Gott spricht [im Qur'an] von den Propheten und Botschaftern und sagt dann: Das sind jene, die Gott recht geleitet hat; also folge ihrer Führung. (17)Das ist der Pfad, der alle Propheten und Botschafter zusammenbringt. Es ist die Ausübung der Religion, nicht die Spaltung, sondern das Zusammenkommen darin. Es geht um das, worüber Bukhari ein Kapitel geschrieben hat, mit dem Titel: "Das Kapitel über das, was gekommen ist betreffend die Tatsache, dass die Religion der Propheten eine ist". Er verwendete den Artikel, der das Wort Religion zu einem bestimmten Wort macht [die Religion], weil alle Religion von Gott kommt, auch wenn einige Regeln unterschiedlich sind. Allen ist es auferlegt, die Religion zu erfüllen und darin zusammenzukommen, und zwar auf eine Weise, auf die sich alle einigen. (18)

Hazrat Inayat Khan:
Jemand mag der besten Religion der Welt angehören; aber vielleicht lebt er sie nicht wirklich, sondern ist nur ein blosser Anhänger einer Religion. Er sagt dann, er sei ein Muslim oder ein Christ oder ein Jude. Er ist überzeugt, dass seine Religion die beste von allen ist, gleichzeitig versäumt er aber, sie für sich mit Leben zu erfüllen. Er gehört ihr einfach nur an und hält es für völlig ausreichend, Anhänger einer bestimmten anerkannten Religion zu sein. Diese Vorstellung ist in all den verschiedenen Religionen aus Enthusiasmus und Sendungsbewusstsein immer wieder bestärkt worden. Den Anhängern einer bestimmte Religion wurde als besondere Vergünstigung versprochen, dass schon die blosse Zugehörigkeit zu dieser Religion am Tag des Jüngsten Gerichtes die Rettung herbeiführe, während alle anderen trotz ihrer guten Werke nicht gerettet würden, eben weil sie diesem bestimmten Glauben nicht angehören.
Diese Vorstellung stammt von Menschen, nicht von Gott. Gott ist nicht der Vater einer einzigen Religionsgemeinschaft. Gott ist der Vater der ganzen Welt, und alle Menschen, würdig oder unwürdig, haben das Anrecht, seine Kinder genannt zu werden. In Wirklichkeit ist es die Haltung des Menschen zu Gott und zur Wahrheit, die ihn näher zu Gott, dem Ideal jeder Seele, bringen kann. Derjenige, dessen Haltung aber unreif geblieben ist, hat versäumt, seine Religion, welche auch immer es ist, mit Leben zu erfüllen. Deshalb ist es wichtig im Leben, die Religion, der man angehört oder die man hochschätzt oder die man als die eigene betrachtet, wirklich auszukosten und zu leben. (19)
Für einen nachdenklichen Menschen ist es höchst befremdend, dass von heiligen und gottgeweihten Kriegen gesprochen wurde. Auch im Zeitalter des Materialismus besteht diese Neigung weiter, einander wegen Glaubensfragen zu bekämpfen und Nationen deshalb in Kriege zu stürzen. Die Abgrenzungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Glaubensbekenntnissen und Überzeugungen sind geblieben; Vorurteile, Differenzen und Fanatismus trennen die Völker weiterhin in mehr oder weniger hohem Masse. Dies zeigt uns, dass die meisten Menschen den Sinn der wahren Religion noch nicht begriffen haben. Jene besondere Aufgabe, die der Religion auf der Ebene der menschlichen Beziehungen aufgetragen worden ist, muss noch erfüllt werden.

Ibn al-'Arabi:
Der Gläubige (al-mu'min) ist derjenige, dessen Reden und Handeln mit dem übereinstimmen, was er glaubt. Der Prophet, Gott segne ihn und schenke ihm Heil, sagte: "Der Gläubige ist derjenige, vor dem die Menschen sich und ihren Besitz sicher fühlen." Er sagte auch: "Der Gläubige ist derjenige, vor dessen Unheil sein Nachbar sicher ist." (20)
Kein Gläubiger glaubt an einen anderen Gott als den, den er in sich selbst gemacht hat, denn der Gott des Glaubens ist gemacht. Die Gläubigen sehen nichts als sich selbst und was sie in sich gemacht haben. (21) Wer sich selbst gut berät, der sollte in seinem Leben alle Lehren über Gott untersuchen und erkennen, von wo aus jeder Vertreter einer Lehre seine Lehre für richtig erklärt. Er sollte sie nicht ablehnen oder zurückweisen, denn am Tag des Besuches wird er ihre Früchte sammeln. (22)

Hazrat Inayat Khan:
Deshalb schreiten die Weisen und Erleuchteten von einer Glaubensvorstellung zur nächsten weiter, bis sie beim endgültigen Glauben angelangt sind. Je weiter ein Mensch auf diesem Glaubensweg fortgeschritten ist, um so toleranter und verständnisvoller wird er.
Wie entsteht diese Form des Glaubens? Es wird von einem göttlichen Element im Menschen bewirkt, das uns sowohl als Liebe wie als Intelligenz bekannt ist. Diese zwei verschiedenen Aspekte sind in Wahrheit eine Einheit. Ohne Liebe gibt es keine Intelligenz, ohne Intelligenz keine Liebe. Liebe entsteht aus Intelligenz, und diese lebt in der Liebe weiter: zwei Aspekte einer einzigen Wirklichkeit. Der Unglaube beruht auf dem Mangel an Intelligenz und Liebe. (23)

Ibn al-'Arabi:
Die Liebe hat viele verschiedene und einander widersprechende Eigenschaften. Also nimmt nichts diese Eigenschaften auf ausser das, was die Kapazität hat, mit der Liebe in diesen Eigenschaften zu fluktuieren. Der Kelch der Liebe ist das Herz (qalb) des Liebenden, denn es fluktuiert (yataqallabu) von einem Zustand zum ändern. (24) Und so erkennt der vollkommene Mystiker Gott in jeder Form, in der Er sich enthüllt, und in jeder Form, in der Er offenbart wird. (25) Wenn der Liebende jedoch kein Mystiker ist, erschafft er in sich selbst eine Form, von der er bezaubert und hingerissen und in die er ganz verliebt ist. Er betet an und ist mit Sehnsucht nach dem erfüllt, was unter seinem Einfluss steht. Nichts kann ihn von diesem Standort entfernen ausser Erkenntnis. (26)

Hazrat Inayat Khan:
Jemanden zu lieben und jemanden zu verstehen, das sind zwei verschiedene Dinge. Wer den Botschafter liebt, ist einer seiner Anhänger; aber wer ihn wirklich versteht, ist sein Freund. Die Anhänger der verschiedenen Erscheinungsformen der Botschaft verehren ihren jeweils besonderen göttlichen Herrn und Meister, gleich welchen Namen er einmal getragen hat; aber das bedeutet nicht unbedingt, dass sie den Meister wirklich erkannt haben. Sie kennen den Namen und die Lebensgeschichte jenes Meisters, der gemäss ihrer Überlieferung oder zu einem historisch bestimmbaren Zeitpunkt zu ihnen herabgekommen war. Darüber hinaus kennen sie ihn kaum. Würden sie ihn genauso erkennen und akzeptieren, wenn dasselbe Wesen in anderer Gestalt und in einem anderen Gewand erscheinen würde, so wie es einer anderen Zeit entspräche? Wohl kaum. (27)
In Wirklichkeit kommt die Botschaft von einer Quelle, und das ist Gott, und unter welchem Namen auch immer die Weisen diese Botschaft brachten, es war nicht ihre Botschaft, sondern die Botschaft Gottes. Diejenigen, deren Herzen Augen hatten zu sehen und Ohren zu hören, sahen und erkannten denselben Botschafter darin. Und diejenigen, deren Herzen keine Augen und Ohren hatten, nahmen den Botschafter wichtig anstatt der Botschaft. (28) Tatsächlich ist Gott selber der Botschafter. Die Botschaft ist die Antwort auf den Ruf der individuellen und der kollektiven Seelen. (29)

Ibn al-'Arabi:
Gott ist es, der zu ihrem inneren Selbst Botschafter aussendet [ba'atha, vgl. ba'ith] - die Gedanken, wodurch sie sprechen und an Gott glauben. Ebenso sendet Er ihrem äusseren Selbst die Botschafter, die wir als die Propheten kennen. Wenn das, was die Botschafter Gottes gebracht haben, mit dem übereinstimmt, was die Botschafter dem inneren Selbst bringen, dann sei es so, und man kann Gott danken für diese Übereinstimmung. Wenn allerdings ein Widerspruch auftritt, dann muss man den Botschaftern der äusseren Dimension folgen. Der Reisende, der das Ziel sicher erreichen möchte, muss die Täuschungen vermeiden, die auf dem Weg auf ihn warten. Ich habe aufrichtige Menschen unter den Sufis getroffen, die sich übertölpeln liessen. Sie ziehen ihre eigenen Offenbarungen und das, was ihnen durch ihr Verständnis offenbar wird, auf eine Weise vor, dass sie die bewährten Grundsätze über Bord werfen.
Wenn der Mensch sein eigenes individuelles Begehren aufgibt, sich von seinem eigenen Ego zurückzieht und seinen Herrn allem anderen vorzieht, dann errichtet Gott vor ihm anstelle seines eigenen Ego die Form einer göttlichen Führung, ein Wirkliches vom Wirklichen, und er mag stolz in durchscheinenden Mänteln von Licht wandeln. Diese Form ist das Gesetz seines Propheten und die Botschaft seines Botschafters. Sie bringt ihm das von seinem Herrn, worin seine Glückseligkeit liegt. (30)

Hazrat Inayat Khan:
Die Seele ist ihrem Wesen nach glücklich. (31) Jede Seele trägt die Quelle der göttlichen Botschaft in sich. Deshalb besteht keine Notwendigkeit mehr für eine Vermittlung, für einen Dritten als einen Erlöser zwischen den Menschen und Gott. Denn die Menschen sind entwickelt genug, um zu begreifen, dass Gott alles und alles Gott ist, und sie sind tolerant genug, um an die göttliche Botschaft zu glauben, die ihnen von einem Menschen wie sie gegeben wird, der Geburt, Tod, Freude und Leid und dem natürlichen Auf und Ab des Lebens unterliegt. (32) In jedem Zeitalter wurde die Botschaft ein Stück mehr enthüllt, in Übereinstimmung mit der Fähigkeit der Welt, sie zu hören, bis zur letzten und deutlichsten Offenbarung, der Botschaft Muhammads, des Siegels der Prophetenschaft. Danach waren keine Propheten mehr nötig. Die Welt war erwacht zum Verständnis der wahren Wirklichkeit. Jetzt ist die Zeit, die Wahrheit in uns selbst zu erwecken. (33)

Ibn al-'Arabi:
Die Tür zu den göttlichen Geboten und Verboten ist geschlossen. Wer nach Muhammad auf diese Pforte Anspruch erhebt, behauptet, dass ihm eine Shari'a offenbart wurde, ob sie unserem Gesetz entspricht oder widerspricht. (34) Die gesetzgebende Prophetenschaft hat ein Ende. Sie ist zu Ende gekommen mit Muhammad, Gott segne ihn und schenke ihm Heil, denn es gibt keinen Propheten nach ihm, d.h. jemanden, der ein neues Gesetz bringt oder dem ein neues Gesetz gegeben wird, noch gibt es einen Botschafter mit einem neuen Gesetz. Was bleibt, ist die universale Prophetenschaft, in der es keine Gesetzgebung gibt. (35)
Wenn die Freunde Gottes die Ebenen ihres geistigen Strebens emporsteigen, ist das Ziel, das sie erreichen, die göttlichen Namen, denn die göttlichen Namen suchen sie. Wenn sie in ihrem Aufstieg bei den Namen ankommen, giessen die Namen im Masse der Bereitschaft, die die Freunde mitbringen, Erkenntnisse und ihre eigenen Lichter in sie. Die Freunde empfangen nur im Masse ihrer Bereitschaft. Darin brauchen sie keinen Engel oder Botschafter, denn das sind nicht Wissenschaften von der Gesetzgebung, sondern vielmehr Lichter, die es ihnen erlauben, das, was der Botschafter in seiner Offenbarung gebracht hat, oder die Schrift, die zu ihm herabgesandt wurde, zu verstehen, nichts anderes. Es macht keinen Unterschied, ob der Freund das Buch kennt oder im Detail davon gehört hat. Die Kenntnis dieses Freundes kann niemals ausserhalb der Offenbarung sein, die durch den Botschafter Gottes gebracht wurde, oder ausserhalb der Schrift oder des Buches. Das ist so bei allen, die ihrem Botschafter aufrichtig ergeben sind, ausser in jener Gemeinschaft, wo die Freunde aufgrund ihrer aufrichtigen Ergebenheit an alle Botschafter und Propheten Wissen und Erkenntnis haben und aus dem göttlichen Reichtum schöpfen in Übereinstimmung mit allem, was alle Offenbarungen, Attribute und Schriften aller Propheten verlangen. Dadurch sind sie vor den Freunden Gottes in allen anderen Gemeinschaften ausgezeichnet. (36)

Hazrat Inayat Khan:
Die Sufi-Botschaft setzt in unserer Zeit einen ganz besonderen Akzent dadurch, dass sie die Göttlichkeit der menschlichen Seele verkündet. Der Sufi strebt nach der Erkenntnis seines wahren Selbst, und um dieses Ziel erreichen zu können, braucht er sein göttliches Ideal, braucht er Gott. Mit Hilfe dieses Gottes-Ideals berührt er jene Wahrheit, die das letzte Ziel und das Verlangen jeder Seele ist. Dann aber geschieht mehr als nur ein Akt des Erkennens; man erlebt eine Glückseligkeit, die nicht in Worten beschrieben werden kann. Es ist jener Friede, den jede Seele ersehnt. Um diesen Zustand zu erreichen, stimmt der Sufi sich ständig darauf ein, in der Gegenwart Gottes zu leben und das Einssein alles Seienden wahrzunehmen. In jedem Augenblick seines täglichen Lebens hält er sich bewusst oder unbewusst diese Wahrheit vor Augen, trotz aller Illusionen, die wie Wellen heranbranden und seinen Blick von der ewigen Wahrheit abziehen wollen. Den einzelnen Religionen in ihrer Vielfalt begegnet er voller Respekt. Der Dienst an der Menschheit ist seine Religion, sein einziges Ziel ist die Erkenntnis der Wahrheit. (37)

Ibn al-'Arabi:
... sie unterscheiden sich durch keinen besonderen Zustand, durch den sie erkannt werden könnten, von den Gläubigen, die ihre religiösen Verpflichtungen erfüllen. Sie gehen zum Markt, sie sprechen mit den Menschen, und kein Geschöpf Gottes sieht einen von ihnen sich durch irgendetwas von den gewöhnlichen Menschen unterscheiden. Sie sind allein mit Gott. Sie sind vor den Geschöpfen verborgen und bleiben vor ihnen durch den Schleier der gewöhnlichen Menschen verborgen. Sie sind andauernd bei ihrem Herrn gegenwärtig, ob sie essen oder trinken oder wach sind oder schlafen oder mit Ihm unter den Menschen sprechen. (38)

Hazrat Inayat Khan:
Aber es ist nicht nötig, dass die Juwelen so versteckt sind. Manchmal sind sie es nicht. Sie sind es nicht, wo es einen besonderen Auftrag im Leben gibt, den eine Seele zu erfüllen hat. (39)
Es ist eine ungeheure Aufgabe, die die Botschaft in unserer Zeit zu erfüllen hat. (40) Was wir heute brauchen, ist dies: dass einige Seelen selbstlos, stark und voller Vertrauen in die Wahrheit ihrer Ideale einander die Hände reichen im Dienst an der Menschheit. (41) Die Sufis sind überzeugt, dass das Gute noch ansteckender ist als das Schlechte. (42)

Ibn al-'Arabi:
Der Preis der Liebe ist, dass sie niemals endet und ein Heilmittel für sie unmöglich ist. (43)


Zitat-Nachweise:

6 Selbstverständlich ist dieses Gespräch keines, das Hazrat Inayat Khan (1882 - 1927) und Ibn al-'Arabi (1165 - 1240) auf Erden führten.
7 Gayan - Vadan - Nirtan Nr. 541
8 Tarjuman al-'Ashwaq Nr. 11
9 Die Einheit der religiösen Ideale S. 30 f.
10 Sure 21:25
11 Sure 5:48
12 Futuhat al-Makkiyya Band 2, S. 414
13 Sure 14:4
14 Futuhat al-Makkiyya Band 3, S.409
15 The Sufi Message Vol. 12 The Divinity of the Human Soul / Confessions / My Study of Religions
16 Futuhat al-Makkiyya Band 2, S. 237
17 Sure 6:90
18 Futuhat al-Makkiyya, in: William Chittick, The Sufi Path of Knowledge, Albany 1989, S. 303
19 Die Einheit der religiösen Ideale S. 21 f.
20 Futuhat al-Makkiyya Band 2, S. 27
21 Fusus al-Hikam, in: Chittick, Sufi Path of Knowledge S. 355
22 Futuhat al-Makkiyya Band 2, S. 85; Chittick, Sufi Path of Knowiedge S. 355
23 Die Einheit der religiösen Ideale S. 66; 69
24 Chittick, Sufi Path of Knowledge, S. 109; Futuhat al-Makkiyya Band 2 S. 113 f.
25 Futuhat al-Makkiyya Band 3, S. 132
26 Chittick, Sufi Path of Knowledge S. 380 f.; Futuhat al-Makkiyya Band 2, S. 661
27 Die Einheit der religiösen Ideale S. 277 f.;
28 The Alchemy of Happiness / The Intoxication of Life (1)
29 Die Einheit der religiösen Ideale S. 287u. 289
30 in: Chittick, in: Sufi Path of Knowledge S. 252
31 Aphorismen
32 The Sufi Message Vol. l The Way of Illumination / Some Aspects of Sufism
33 The Sufi Message Vol. 14 The Smiling Forehead / Prophetic Tendency
34 in: Chittick, Sufi Path of Knowledge S. 263
35 in: Stephen Hirtenstein, The Unlimited Mercifier. The spiritual life and thought of Ihn 'Arabi, Oxford & Ashland 1999, S. 71
36 Futuhat al-Makkiyya Band 2, S. 234
37 Die Einheit der religiösen Ideale S. 316 f.
38 in: Chittick, Sufi Path of Knowledge S. 373 f. (gekürzt)
39 The Sufi Message Vol. 7 In An Eastern Rose Garden / The Spiritual Hierarchy
40 Die Einheit der religiösen Ideale S. 295
41 Supplementary Papers, Brotherhood II
42 Die Einheit der religiösen Ideale S. 304
43 Futuhat al-Makkiyya Band 4 S.82, in: Hirtenstein, Unlimited Mercifier S. 196

(Zusammenstellung der Texte durch Musawwira Butta)

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